Stille Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht,
Bunte, schrille, heidnische Pracht.
Ein christliches Fest aber eben nur halb
Und so tanzen wir wieder ums goldene Kalb.
Ob Sonnengottkult oder Wintersonnenwende,
Heutzutage ist alles Geklirr und Geblende,
Heutzutage geht’s nur um Geschäft und Gewinn,
Nichts ist still oder heilig, nichts hat wirklichen Sinn
Und man könnt’ ja einen finden
Würd’ man nicht vor Glanz erblinden,
Würd’ man nicht vor Lärm ertauben,
Könnt’ man an die Weihnacht glauben,
Als die Zeit der Ruhe, der Einkehr und Besinnlichkeit,
Der Freude, der Liebe, der Gnade und Geborgenheit,
Denn das wär’ doch das Weihnachtswunder,
Nicht der Baum und all der Plunder,
Auch kein Schmuck und Geldbetrag:
Wenn Frieden wär an diesem Tag.

TomZen2017